Leistungen

Konsequent gegensteuern

Mit Multimed hat die CSS ein alternatives Grundversicherungsmodell lanciert, das eine effiziente Versorgung zu tieferen Kosten ermöglicht. Darüber hinaus hat die CSS 2019 weitere kostendämpfende Massnahmen zur Einsparung von Leistungskosten vorangetrieben.
18,2 Mio.
Rechnungen

Die CSS hat im Berichtsjahr über 18 Millionen Rechnungen geprüft und dadurch 661 Millionen Franken eingespart.

71,2%
AVM-Versicherte

Insgesamt 71,2 Prozent aller OKP-Versicherten waren 2019 in einem alternativen Versicherungsmodell (AVM) versichert.

3,3%
Kostenanstieg

Für 2020 rechnet die Konjunkturforschungsstelle der ETH (KOF) für die gesamte Gesundheitsbranche mit einem Kostenanstieg von 3,3 Prozent.

213
Missbrauchsfälle

2019 konnten 213 Fälle von Versicherungsmissbrauch aufgedeckt werden. Die CSS sparte damit rund 15 Millionen Franken ein.

5,584 Milliarden Franken betrugen die KVG-Bruttoleistungen der CSS im Geschäftsjahr 2019. Die Leistungskosten sind gegenüber dem Vorjahr wieder stärker gestiegen. Massgeblich zum Kostenanstieg beigetragen haben unternehmensinterne und extern angepasste Abrechnungs­prozesse. Durch effizientere Prozesse wurde schneller abgerechnet und es wurden mehr Leistungen verbucht. Die Gesamt­kosten pro versicherte Person sind 2019 um 2,7 Prozent beziehungsweise 105 Franken pro Person gestiegen. Für jede versicherte Person fielen 2019 Bruttoleistungs­kosten von durchschnittlich 3986 Franken an. 

Westschweizer Kantone sind an der Spitze

Kostenmässige Spitzenreiter sind die Kantone Neuenburg, Waadt und Genf. Für jeden Neuenburger musste die CSS 2019 im Durchschnitt 5350 Franken aufwenden. Am anderen Ende der Skala stehen traditionell die ländlichen Kantone wie Uri und Appenzell Innerrhoden. In Uri lagen die Bruttoleistungs­kosten pro Versicherten bei durchschnittlich 3100 Franken.

Leistungskosteneinsparungen

Die CSS hat ihre Sparbemühungen im Berichtsjahr unverändert hoch gehalten. Durch kosten­dämpfende Massnahmen erzielte die CSS 2019 Einsparungen von rund 986 Millionen Franken (Grundversicherung und Zusatzversicherung).

Wie bereits in den vergangenen Jahren trug die strikte Kontrolle sämtlicher Rechnungen am meisten zu den Einsparungen bei. Die CSS prüft alle Rechnungen mit grosser Sorgfalt und hat so im Geschäftsjahr 661 Millionen Franken eingespart. Davon entfallen unter anderem: 
538 Millionen Franken auf nicht versicherte Kosten, 
15 Millionen Franken auf missbräuchlich verrechnete Leistungen,
6 Millionen Franken auf TARMED-Tarifregelprüfungen.
2019 hat die CSS 213 Betrugsfälle aufgedeckt. Dadurch wurde verhindert, dass Ärzte, Spitex-Organisationen, Spitäler und Versicherte Leistungen von 15 Millionen Franken zu Unrecht verrechneten. Dieser Betrag wäre sonst den Versicherten belastet worden.

Verschiedene Steuerungs­massnahmen haben zu weiteren Einsparungen von insgesamt 325 Millionen Franken geführt. Die wichtigsten Massnahmen sind Kosten­gutsprachen, Managed Care und Telemedizin sowie die individuelle Fallbetreuung und die Persönliche Patienten­begleitung. Kostendämpfend wirken auch diverse Gesundheits­programme wie CARE4CARDIO® und die digitale Rücken- und Schlaftherapie wie auch das psychologische Online-Training. Zudem setzt sich die CSS für eine integrierte Gesundheits­vorsorge ein, indem sie die Zusammenarbeit mit ambulanten und stationären Leistungs­erbringern partnerschaftlich fördert.

Ein Meilenstein in der integrierten Versorgung

Mit Multimed hat die CSS als erster Schweizer Krankenversicherer ein alternatives Grundversicherungs­modell mit mehreren untereinander vernetzten Partnern lanciert. Wer sich für Multimed entscheidet, kann im Krankheitsfall zwischen dem digitalen Ratgeber myGuide, dem telemedizinischen Beratungs­zentrum oder dem Hausarzt als erster Anlaufstelle wählen. Multimed legt den Fokus auf die konsequente Koordination: Die Leistungserbringer tauschen sich aus und sind stets über den Behandlungs­status der Patienten informiert. So vereint Multimed die Vorzüge verschiedener medizinischer Anlaufstellen und ist auch für Menschen mit einer chronischen Erkrankung attraktiv.

Multimed ist ein Paradebeispiel dafür, wie die verstärkte Zusammenarbeit zwischen Leistungserbringern und Krankenversicherern das Gesundheits­system weiterbringt und eine effiziente Versorgung zu tieferen Kosten ermöglicht. Die Einsparungen gibt die CSS an die Kunden weiter, die sich für dieses Modell entscheiden: Der Selbst­behalt beträgt pro Jahr nur 400 statt 700 Franken, und es wird ein attraktiver Prämien­rabatt gewährt. Multimed wird seit dem 1. Januar 2020 in den Kantonen Bern, Luzern, Basel-Stadt und Basel-Landschaft angeboten. Mittelfristig strebt die CSS eine schweiz­weite Abdeckung an. 

Die CSS wird auch in Zukunft konsequent Gegensteuer geben und Massnahmen zur Leistungskosten­steuerung vorantreiben. Denn ohne diese Massnahmen zur Kosten­dämpfung würden die Prämien pro versicherte Person über 20 Prozent höher ausfallen.

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