Vorsorgeempfehlung

Vorsorglich unterwegs

Der neue digitale Service «Vorsorgeempfehlung» der CSS Versicherung gibt Nutzerinnen und Nutzern schnelle, verständliche und wissenschaftlich fundierte Empfehlungen, welche Vorsorge­untersuchungen für sie sinnvoll sind.
Hallo!
Herzlich willkommen zu unserem Service
zum Thema Vorsorgeempfehlungen.
Wir möchten Sie mit diesem Service bei
Entscheidungen zu Vorsorgeuntersuchungen
unterstützen.
Gute Idee!
Darüber habe ich mir noch wenig Gedanken
gemacht.
Die Empfehlungen basieren auf aktuellsten
wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Sie wurden vom Institut für
Hausarztmedizin der Universität Zürich
validiert.
Danke für die Info.
Wann geht es denn jetzt los?
Gleich!
Zuerst möchten wir noch einige wichtige
Punkte mit Ihnen durchgehen.
OK, gehen wir es an.
Dieser Service berät Sie bei der Frage,
welche Untersuchungen zur Früherkennung
möglicher Krankheiten für Sie sinnvoll sind.
Und zwar in einem Stadium, in dem Sie
noch keine Beschwerden haben.
Entsprechend ist der Service vor allem für
gesunde Personen geeignet. Falls Sie bereits
in Behandlung sind, folgen Sie bitte den
Anweisungen Ihres Arztes.
Das klingt logisch!
Die Nutzung des Service ist jederzeit und
überall möglich – und für Sie kostenlos.

Barbara ist 40 Jahre alt, Mutter von zwei Kindern und macht in ihrer Freizeit viel Sport. Sie raucht nicht, ernährt sich bewusst und fühlt sich entsprechend gesund. Barbara hat den neuen Online-Service «Vorsorgeempfehlung» der CSS Versicherung ausprobiert, weil sie neugierig ist und sich gerade als Mutter stark mit dem Thema Gesundheits­vorsorge auseinander­setzt. Gut fünf Minuten dauert das Assessment, bei dem Barbara in eine Interaktion mit einem Chatbot tritt. «Hallo», beginnt der Chat, sobald sie den Link auf die Website aufgerufen hat. Überrascht ob der unvermittelten Ansprache, wartet Barbara auf die zweite Sprechblase: «Herzlich willkommen zu unserem Service zum Thema Vorsorgeempfehlung.»

Mit ihrem neuen Service «Vorsorge­empfehlung» stellt die CSS Versicherung den Nutzerinnen und Nutzern – die Dienstleistung steht auch Nicht­kunden offen – leicht zugängliche und verlässliche Informationen zur Verfügung, welche Vorsorge­untersuchungen aufgrund persönlicher Risikofaktoren für sie sinnvoll sein könnten. Der Service ist anonymisiert, kostenlos und wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut für Hausarzt­medizin der Universität Zürich entwickelt. Die CSS möchte damit zu einer besseren Gesundheits­­kompetenz der Bevölkerung beitragen und Kundinnen und Kunden nicht nur im Krankheitsfall als Gesundheits­partner begleiten, sondern auch bei der Vorsorge.

«Verständlich und dynamisch»

In der Zwischenzeit hat Barbara weiter­­geklickt und erfahren, dass lediglich ihre Nutzungs­daten gespeichert werden, nicht aber ihre Gesundheits­daten. Die Verantwortlichen sehen also nur, ob jemand den Service aufgerufen und bis zum Ende durchgespielt hat. Die Antworten der Nutzer und die ihnen angezeigten Ergebnisse kennen sie nicht. Barbara muss Angaben zu Geschlecht, Alter, Gewicht und Grösse machen und einige kurze Fragen zu ihrer persönlichen Krankheits­geschichte sowie ihrer Familien­historie beantworten. «Das Assessment ist gut strukturiert, verständlich und dynamisch – ich habe mich bestens zurecht­gefunden», sagt sie. Einzig die Interaktion mit dem Chatbot empfindet die Testnutzerin als kühl und nüchtern, «etwas gar abgeklärt, aber das liegt wohl am seriösen Thema und an der Kommunikation mit einem Chatbot». 

Eine gute Entscheidungshilfe

Am Ende des Assessments werden Barbaras Vorsorge­empfehlungen angezeigt. Sie kann diese als PDF herunterladen und zum nächsten Arzttermin mitnehmen. Aufgrund ihres Geschlechts, ihres Alters und ihrer persönlichen Angaben hat Barbara zwei Empfehlungen erhalten: Gebärmutterhals­abstrich und Blutdruck­messung. Insgesamt umfasst die Liste zehn wissenschaftlich validierte Empfehlungen. Besonders nützlich für Kundinnen und Kunden der CSS Versicherung: Sie sehen zusätzlich, wie viel die empfohlenen Vorsorge­untersuchungen kosten und welche Leistungen die Krankenversicherung übernimmt. Barbara ist mit dem Service zufrieden und wird ihn weiter­empfehlen. Ihr Fazit? «Es ist ein kostenloses Tool, das einem Sicherheit bei einem Thema gibt, zu dem man sich vielleicht schon länger Gedanken macht. Und es hilft, eine bewusste Entscheidung zu treffen, welche Vorsorge­untersuchungen sinnvoll sind.» 

Das sagt der Arzt:

Mehr Medizin ist nicht immer besser.
Thomas Rosemann,
Direktor Institut für Hausarztmedizin, Universität Zürich

Prof. Dr. med. Thomas Rosemann ist Direktor des Instituts für Hausarzt­medizin an der Universität Zürich und Facharzt für Allgemeine Innere Medizin. Zu seinen Forschungs­schwerpunkten zählt die Versorgungs­forschung. Für die CSS Versicherung haben Thomas Rosemann und sein Team unter anderem den digitalen Ratgeber myGuide überprüft.

CSS Report 2019: Prof. Dr. med. Thomas Rosemann, Entwickler des digitalen Service "Vorsorgeempfehlung".
Aus Ihrer Erfahrung als Mediziner: Wie steht es um die persönliche Gesundheitsvorsorge von Herrn und Frau Schweizer?
Wie in anderen Ländern gibt es grosse Unterschiede innerhalb der Bevölkerung, was das Wissen um gesundheits­bewusstes Verhalten oder Vorsorge­untersuchungen angeht. Insgesamt aber denke ich – exakte wissenschaftliche Daten dazu fehlen –, dass die Schweizer einen vergleichs­weise hohen Kenntnisstand haben. Das zeigt sich in einer überdurchschnittlich gesunden Lebens­weise und in einer überdurchschnittlich hohen Lebens­erwartung.
Wie sinnvoll sind Vorsorgeuntersuchungen für die breite Masse? Richtet sich das Angebot nicht eher an Einzelpersonen?
Vorsorgeuntersuchungen sind schon vom Begriff her sehr positiv behaftet. Allerdings ist die Sache nicht ganz so einfach, wie es der Begriff suggerieren mag. Oft werden Vorsorge­untersuchungen angeboten, die bisher den Nachweis schuldig blieben, dass sie einen positiven Einfluss auf die Lebens­erwartung oder das Auftreten bestimmter Erkrankungen haben. Zudem gilt: «Wer viel misst, misst auch viel Mist». Das heisst, manchmal fördern Untersuchungen harmlose Zufalls­befunde zutage, die aber zunächst weiter abgeklärt werden müssen, um eine Erkrankung auszuschliessen. Diese weiteren diagnostischen Schritte sind dann oftmals invasiv (medizinische Eingriffe wie zum Beispiel eine Operation) und folglich mit Risiken verbunden.
Als Direktor des Instituts für Hausarztmedizin der Universität Zürich haben Sie die Entwicklung der neuen CSS-Dienstleistung «Vorsorgeempfehlung» eng begleitet. Wie gut ist diese aus wissenschaftlicher und medizinischer Sicht?
Die Empfehlungen sind wissenschaftlich breit abgestützt und widerspiegeln den aktuellen Kenntnisstand zur Thematik. Unter­suchungen, die keinen Mehrwert für die Menschen bieten oder sogar die Gefahr einer Über­versorgung beinhalten, finden sich nicht auf der Liste. Daher mag die Liste über­sichtlich erscheinen, aber mehr Medizin ist eben nicht immer besser.
Wo liegen die Grenzen der Empfehlungen?
Grundsätzlich sind die Empfehlungen für den «Durchschnitts­menschen» gültig. Wenn besondere individuelle Risiken vorliegen – etwa durch familiäre oder genetische Belastungen respektive durch bestimmte berufliche oder ander­weitige Exposition gegenüber Risiko­faktoren –, kann im Einzelfall ein abweichendes Vorgehen sinnvoll sein. Es ist also ratsam, sich zusätzlich mit dem eigenen Vertrauensarzt auszutauschen. Zur Konsultation kann man aber sehr gut die Vorsorge­empfehlungen des CSS-Tools mitbringen.
Inwiefern profitieren Hausärzte und andere Leistungserbringer vom neuen Service der CSS?
Die Vorsorgeempfehlungen führen hoffentlich dazu, dass die Menschen nicht mit unsinnigen «Wunschzetteln» mit wissen­schaftlich nicht belegten Vorsorge­empfehlungen zum Arzt oder Apotheker gehen. Der Glaube, dass mehr Medizin immer einen Mehrwert ohne Risiken bietet, ist immer noch weit verbreitet und wird oft noch weiter geschürt.
Sie waren bereits an der Entwicklung des digitalen Ratgebers myGuide der CSS beteiligt. Wohin führt der digitale Fortschritt im Gesundheitswesen?
Die Digitalisierung hat auch das Gesundheits­wesen voll erfasst. Allerdings wird das Potenzial nicht annähernd so genutzt, wie es möglich wäre. So ist etwa der Austausch von Informationen zwischen Leistungs­erbringern immer noch nicht wirklich möglich. Sowohl datenschutz­rechtliche als auch technische Hürden – meist aufgrund fehlender Standards – verhindern hier vieles. Was aber heute schon Realität ist, ist die umfang­reichere Information für die Patienten durch Tools wie myGuide. Und die beste Medizin entsteht immer zusammen mit einem gut informierten Patienten.

Das sagt der Projektleiter:

Wir fördern die Gesundheitskompetenz.
Stephan Fleischli,
Business Analyst CSS Versicherung

Stephan Fleischli ist Business Analyst bei der CSS Versicherung und hat den neuen digitalen Service «Vorsorgeempfehlung» als Projektleiter mitverantwortet.

CSS Report 2019: Stephan Fleisch, Projektleiter des digitalen Service "Vorsorgeempfehlung" bei der CSS Versicherung.
Weshalb hat die CSS Versicherung den Service «Vorsorgeempfehlung» lanciert?
Wir haben Kundinnen und Kunden gefragt, welches ihre grössten Herausforderungen rund um das Thema Gesundheit seien, selbst wenn sie sich gesund fühlen. Eine oft genannte Antwort war, dass es schwierig sei, verlässliche Informationen über sinnvolle, dem Alter entsprechende Vorsorge­untersuchungen zu finden. Mit dem neuen Service entschärfen wir dieses Problem. Nun können die Nutzerinnen und Nutzer auf der CSS-Website auf eine verlässliche, jederzeit verfügbare Informations­quelle zugreifen. Damit leisten wir einen Beitrag, die Gesundheits­kompetenz der Bevölkerung zu fördern.
Welche konkreten Ziele verfolgt die CSS damit?
Als Partner in Gesundheits­fragen tragen wir zur Transparenz und Qualität im Gesundheits­wesen bei. Deshalb haben wir ein Interesse daran, Kunden in Sachen Vorsorge­untersuchungen und Prävention zu beraten und zu begleiten. Einerseits hilft dieser Service dem Nutzer, selbst abzuschätzen, welche Vorsorge­untersuchungen notwendig sind. Durch effiziente Früherkennung und Prävention können zudem Krankheiten vermieden oder verzögert und Folgekosten von Untersuchungen und Behandlungen reduziert werden. Anderseits zeigen wir auf, welche der zahlreichen Vorsorge­untersuchungen aufgrund aktuellster wissenschaftlicher Erkenntnisse und individueller Risiko­faktoren tatsächlich sinnvoll sind. Und schliesslich werden Kosten und Nutzen von Untersuchungen erläutert, die in der Wissenschaft umstritten sind, sodass der Kunde eine kompetente Entscheidung treffen kann.
Welches waren die Herausforderungen bei der Entwicklung der neuen Dienstleistung?
Die Entwicklung des Regelwerks war ein aufwendiger Prozess. Schliesslich sollte der neuste wissenschaftliche Stand aus verschiedensten Quellen zusammen­getragen werden. Für die Glaub­würdigkeit eines solchen Dienstleistungs­angebots seitens einer Krankenversicherung ist es zentral, dass externe Fachexperten die Entwicklung eng begleiten. Dies haben wir in Zusammenarbeit mit dem Institut für Hausarzt­medizin der Universität Zürich sichergestellt. Zusätzlich haben wir viel in eine angemessene Kunden­ansprache investiert. In Interviews mit Kunden haben wir ermittelt, wie wir ihnen das Thema «gesundheitliche Vorsorge» verständlich machen und die Vorteile eines solchen Service aufzeigen können.
In einem Pilotprojekt wurden der Nutzen, die Verständlichkeit und der Sinn der Dienstleistung getestet, und die Funktionalität des Chatbots wurde überprüft. Wie waren die Rückmeldungen der Nutzerinnen und Nutzer?
Wir haben sehr viele Kunden­rückmeldungen erhalten, was uns sehr freute. Das zeigt die Bereitschaft unserer Kunden, mitzuarbeiten, und ihr Interesse an unseren Dienst­leistungen. Die Verständlichkeit des Service mit der modernen Interaktions­form als Chat wurde am besten bewertet, was dazu beigetragen hat, dass die Pilot-Nutzer das Assessment bis zum Ende durchführten und somit eine Empfehlung erhielten. Die grosse Mehrheit dieser Nutzer beurteilte das Angebot einer solchen Dienst­leistung seitens der CSS als positiv und bestätigte das Vertrauen in die erhaltenen Empfehlungen. Viele gaben an, sich langfristig an die Empfehlungen zu halten.
Gab es auch negative Stimmen?
Einige kritische Meinungen von Pilot-Nutzern wurden im Zusammenhang mit Daten geäussert – im Sinne von: «Die CSS kennt meine Kranken­geschichte aufgrund der Rechnungen. Warum kann man nicht diese Daten benutzen?» Allerdings verfügt die CSS keineswegs über eine umfassende Kranken­geschichte oder alle Diagnosen der Kunden. Und selbst wenn dem so wäre, dürften wir diese Daten aus Datenschutz­gründen nicht verwenden. Zudem ist der Service anonym, und die Nutzungs­daten werden ausschliesslich analysiert, um die Anwendung kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Mit dem Service möchte die CSS ihre gesellschaftspolitische Verantwortung in Sachen Prävention stärker wahrnehmen und gegen die steigenden Gesundheitskosten vorgehen. Was geschieht, wenn die Zahl der Vorsorgeuntersuchungen plötzlich massiv ansteigen sollte? Schnellen die Kosten dann nicht noch mehr in die Höhe?
Das Regelwerk, das dem Service zugrunde liegt, zeigt die Notwendigkeit von Vorsorge­untersuchungen aufgrund der individuellen Risiko­faktoren auf. So sollen unnötige Vorsorge­untersuchungen vermieden und notwendige empfohlen werden. Aus wissenschaftlicher Sicht gilt es auch, Falsch-Positiv-Resultate (Nachweis eines positiven Test­ergebnisses, obwohl die untersuchte Person in Wirklichkeit nicht an der zu überprüfenden Erkrankung leidet) sowie Folgekosten und die psychische Belastung der betroffenen Person zu berücksichtigen. Die Empfehlungen stellen somit sicher, dass die Kosten nicht signifikant steigen werden.
Gesundheitsdaten sind besonders sensibel. Im Chatbot erfassen die Versicherten unter anderem persönliche Risikofaktoren. Wie stellt die CSS sicher, dass solche Daten geschützt sind?
Datenschutzüberlegungen waren bei jedem Entwicklungs­schritt im Projekt von zentraler Bedeutung. So speichern wir keinerlei Antworten der Nutzer zu den gestellten Fragen. Das Regelwerk wird beim Start auf das Gerät des Users geladen, und die Auswertung der Eingaben findet direkt beim Nutzer statt. Die CSS hat keinerlei Kenntnis davon, weder von den Eingaben noch von den angezeigten Ergebnissen. Das Ziel der Vorsorge­empfehlung ist, wie erwähnt, unsere Versicherten als Gesundheits­partner punkto Vorsorge und Prävention zu beraten und zu begleiten.